Geschichte

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Historie der Fußballabteilung im Haselünner SV:

 

Die Geschichte der Fußballabteilung ist eng verbunden mit der des HSV als gesamter Verein, denn der Haselünner 

Sportverein wurde am 12. Dezember 1920 von und für Fußballer gegründet. Im Gründungsprotokoll tauchen folgende

Namen auf:

Rektor Sprengelmeyer, Dr. Rowold, Dr. Schnellen, Lehrer Kaemmerer, Lehrer Voges, Hubert Heydt, Friseurmeister Foppe, Clemens Morgner.

Zeitungsanzeige der "Haselünner Zeitung" zur Vereinsgründung

 

Die Gründungsversammlung fand im Saal Esders statt. Die Gaststätte Esders war bis zu ihrer Schließung im Jahre 2013 das Vereinslokal des Haselünner SV und verband somit eine lange Geschichte mit dem Verein.

 

Vereinslokal Esders im Jahre 1963

 


Geschichte der 1. Mannschaft:

Von 1921 an war die 1. Herrenmannschaft des HSV Mitglied in der Gauliga-Ems. In dieser Zeit war die Mannschaft sehr erfolgreich und von 1922-1927 durchgängig Ems-Gaumeister! Zu den spielen reiste man meistens mit der Meppen-Haselünner-Eisenbahn.

Die 1. Mannschaft 1921 - obere Reihe: H. Kaemmerer, H.Heydt, H. Plochg, Fr. Heinzmann, H. Voges, B. Brüning, C. Kerkhoff, O. Jansen, H. Jelges, H. Sellmeyr

untere Reihe: eine Mannschaft aus Meppen

 

1928/1929 wird Haselünne Meister des Bezirks Lingen/Haselünne, im Jahr 1929 Bezirksmeister.

1929 - obere Reihe: Hubert Heydt, Herm. Schulte, Franz Lübben, Fritz Vey, Franz Strodtkötter

mittlere Reihe: Heinr. Thole, Paul Schmäing, Heinr. Thie

untere Reihe: Bernd Terhorst, Bernd Homes, Heinr. Plochg

 

1930 - H. Heydt, Cl. Morgner, Fr. Lübben, H. Korte, Paul Schmäing, H. Thole, H. Plochg, B. Homes, B. Terhorst, J. Oeldig, H. Vocke, Fr. Strodtkötter, Flurschütz Wilhelm Strodtkötter

 


Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 litten überall die sportlichen Fußballaktivitäten. Dennoch gelingt dem HSV 1939 noch der Aufstieg in die Bezirksklasse.

Nach Kriegsende war, auch bedingt durch viele Kriegsverwundete, die Fußballabteilung am Boden, sodass sich eine Gruppe von "Fußballfreunden" im Hause Vehmeyer (Hasestraße) traf, um wieder Leben in den Verein zu bringen. Teilnehmer dieser Gruppe waren: Rektor Hioschen, Rektor Kaemmerer, Paul Schmäing, Franz Strodtkötter, Ernst-August & Carl-Wilhelm Vehmeyer.

 

1947 - H. Becker, H. Thelen, E. Dolgner, H. Töller, E.A. Goldschmidt, H. Plochg, Fr. Köhne, O. Urban, Georg Reiners, Fr. Schulte, Schmierlei, Hans Herbers

 

Zeitweise musste Haselünne den Namen "SK Blau-Weiß Haselünne" tragen. Im Jahr 1950 stieg der HSV in die Verbandsklasse (heute Landesliga) auf. Im ersten Jahr konnte sogar der Klassenerhalt gesichert werden.

Im Jahr 1952 stieg der HSV jedoch in die Bezirksklasse ab. Im nächsten Jahr gelang jedoch der Wiederaufstieg, sodass man nun z.B. zusammen mit dem SV Meppen oder BV Cloppenburg in einer Liga spielte.

1953 - obere Reihe: Trainer Seuring, H. Plochg, H. Töller, C. Meyer, J. Eick, K. Stelzner, H. Baldauf, C.W. Vehmeyer, Otto Eller

mittlere Reihe: H. Thelen, H. Töller, B. Esders

untere Reihe: Fr. Schulte, M. Strodtkötter, H. Grabbe

 1955 - obere Reihe: Fr. Strodtkötter, Quabena Ohnso, H. Baldauf, H. Temmen, W. Forsting, Walter Korte, K. Zielinski

mittlere Reihe: H. Thelen, H. Töller, Helm. Homes

untere Reihe: Herm. Töller, Rudi Wehlage, Ewald Hermsen 

 


Mitte der 50er-Jahre spielte der HSV in der Bezirksliga. Zu Beginn der 60er-Jahre gab es eine Umwandlung beim HSV-Fußball: Erfolgreiche Jugendspieler wie Günter Strotmann, Hermann Zuchgan, Tono Brüggen, Ludger Töller, Bernd Trenz, Helmut Placke und Hans Leigers kamen in die 1. Mannschaft.

 Als die Staffeln 1968/69 neu gegründet wurden, verpasste der HSV knapp den Sprung in die Bezirksliga.

1964 - Timmer, H. Leigers, H. Placke, W. Forsting, G. Keller, B. Trenz, J. Schwaack, A. Schmidt, A. Möhlmann, H. Zuchgan, L. Töller, E. Matschulat

 

Im Jahr 1970 (50-jähriges Jubiläum HSV) schaffte man nach einem Kopf-an-Kopf Rennen mit dem TuS Lingen den Aufstieg in die Bezirksliga!

1970 - Bezirksklassenmeister:

obere Reihe: C.W. Vehmeyer, F. Wester, B. Trenz, F. Strodtkötter, Kolmsee, A. Möhlmann, Schnoor, H. Brundirs, Spielertrainer Abeln, O. Eller

untere Reihe: M. Vehmeyer, Köhne, Vey, H. Placke, E. Matschulat, U. Brand

 


In den 70er-Jahren gehörte der HSV immer zu den Spitzenteams der Bezirksliga. Nach über zehn Jahren schaffte es die 1. Mannschaft erneut den Meistertitel zu erringen: Der Meister der Bezirksliga 1980/1981 hieß Haselünner SV!

Der Trainer der Mannschaft hieß Paul Abeln (beim Meistertitel 1970 bereits Spielertrainer). Am letzten Spieltag konnte man über 800 Zuschauer im Haselünner Hasestadion begrüßen, als der Titel vom Staffelleiter übergeben wurde. Der Titel wurde jedoch bereits vier(!) Spieltage vorher gesichert!

Am 16. Mai 1981 wurde die Meistermannschaft im Vereinslokal Esders von der Burgmannskapelle und Stadtdirektor Heinz Möllering empfangen.

Mitglieder der Meistermannschaft 1981:


Günter Lübken, Hans Forsting, Georg Schulte, Josef Höcker, Uwe Brüggen, Hermann-Josef Backsmann, 
Friedhelm Lübken, Helmut Milzarek, Christoph Hatting, Alfred Gerbig, Peter Hoffmann, Werner Bild, Heiner Forsting, Hans Telkmann, Hermann-Josef Steinkamp.

 

Meistermannschaft 1981 HSV I

 


Die Meisterfeier fand am 01. Juni 1981 auf dem Haseufer-Campingplatz vom Vorsitzenden des Fördervereins Heinz Holt statt.

Ehrung durch Staffelleiter Busse - rechts Kapitän Günter Lübken, links HSV-Geschäftsführer Ernst Wienöbst und HSV-Vorsitzender Hellmuth Luttmann

 

Die Wochen und Monate danach wurden ungemütlich für den HSV: Einige gestandene Spieler verließen überraschend den Verein und es gab Gerüchte über Zahlungen und sonstige Zuwendungen an einige Spieler, sodass es eine "Meuterei" innerhalb der Mannschaft gab (MTP berichtete).

Trainer Paul Abeln und Fußballobmann Bernhard Brinkmann legten ihre Ämter nieder, feste Zusagen von Spielern für die nächste Saison wurden zurückgezogen. Es herrschte Chaos im Verein.

Nach mehreren Krisensitzungen wurde im Jagdhaus Wiedehage beschlossen, dass Helmut Placke das Amt des Trainers kommissarisch übernehmen sollte. 

Nach einem Jahr Bezirksoberliga stieg man wieder in die Bezirksliga ab. Die folgenden zwei Jahre versuchten mehrere Trainer den Wiederaufstieg, allerdings vergeblich.

1984 wurde mit Georg Schultejans ein Spielertrainer verpflichtet, das Team wurde neu formiert und man erreichte promt den 3. Platz.

Die Saison 1985/1986 sollte eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte werden: Als Spitzenteam der Liga stand die Mannschaft fast durchgehend im oberen Bereich der Tabelle. Das letzte Saisonspiel war ein "Endspiel" für den HSV: Der Gegner hieß SC Spelle-Venhaus und das Spiel fand in Spelle statt. Der HSV lag 2 Punkte vorn und hatte 7 Tore mehr auf dem "Konto". Über 1000 Zuschauer aus Haselünne reisten mit Bussen und Privatwagen nach Spelle, um das Spiel um die Meisterschaft zu verfolgen. Das Spiel ging mit 4:2 verloren, jedoch hatte der HSV das bessere Torverhältnis (3-Punkte-Regel wurde erst 1995 eingeführt). Damit stieg der HSV 1986 erneut in die Bezirksoberliga auf! Trainer des Erfolges war Georg Schultejans und Fußballobmann Günter Strotmann. Die Meisterfeier fand in der Stadthalle statt.

Hier ein paar Bilder und Zeitungsartikel aus dieser Saison:

Meistermannschaft 1986

 

Feier nach dem Spiel in Spelle

 

Zuschauerblock des HSV in Spelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Saison 1986/1987 schloss der HSV mit einem guten Mittelfeldplatz ab. Nach der Hinrunde der Saison 1987/1988 verließ Trainer Georg Schultejans nach Unstimmigkeiten mit der Mannschaftsführung den Verein. 

Ende der 80er-Jahre stieg der HSV erneut in die Bezirksliga ab, ein Jahr später sogar in die Bezirksklasse. Günter Strotmann trat als Fußballobmann zurück und sein Nachfolger wurde Paul Abeln (Meistertrainer 1981).

In den Jahren 1991 bis 1994 wurden drei Trainer "verschlissen" (1993 u.a. Ex-SV Meppen-Profi Horst Bruns). Für die Saison 1994/95 wurde mit Heiner Schultejans vom TuS Lingen ein excellenter Spielertrainer verpflichtet.

Ende der 90er-Jahre übernahm Frank Langen (bis 1994 Spieler I. Mannschaft) die Position des Fußballobmanns und bildete zusammen mit Heiner Forsting und Hans Forsting den Fußballvorstand.

Im November 2001 wurde ein sehr junger Trainer zum HSV geholt: Winfried Budde (34) hieß der neue Trainer des abstiegsbedrohten HSV. Budde war als Trainer zuvor u.a. für den SV Holthausen/Biene aktiv gewesen. Jedoch erfolgte nach der Saison 2001/2002 der Abstieg in die Kreisliga Emsland.

In der Saison 2002/2003 schaffte der HSV den direkten Wiederaufstieg als Meister der Kreisliga!

Budde war noch bis 2005 als Trainer des HSV tätig. Sein Nachfolger wurde der Meistertrainer 1986 Georg Schultejans. 2006 wurde die Bezirksklasse in Bezirksliga umbenannt.

Der HSV trennte sich 2007 von Schultejans und verpflichtete Branko Dragutinovic. Unter Trainer Dragutinovic spielte der HSV sehr attraktiven und erfolgreichen Bezirksligafußball (2008: Platz 5).

Im Jahre 2011 verließ Dragutinovic den Verein und es wurde mit Dietmar Sulmann ein neuer Trainer gefunden. Die Erfolge blieben aus, sodass bereits Ende 2011 die Zusammenarbeit mit Sulmann beendet wurde und Dirk Scheffczyk als sein Nachfolger nach Haselünne geholt wurde.

Auch strukturell änderte sich 2011 etwas: Thomas Rensing wurde zur Saison 2011/2012 neuer HSV-Koordinator bzw. Teammanager der Fußballabteilung. Mit ihm sollten die langjährigen Fußballverantwortlichen Frank Langen, Heiner Forsting und Hans Forsting schrittweise abgelöst werden.

Scheffczyk war noch bis Ende 2012 im Amt und trat dann aus beruflichen Gründen zurück. Zudem beendeten die langjährigen Fußballobmänner Frank Langen, Heiner Forsting und Hans Forsting, nach internen Differenzen mit dem "Geschäftsführer Fußball" Norbert Ströer, ihre Tätigkeit für den HSV.

Die folgenden drei Jahre stürzten den Haselünner SV als Gesamtverein und v.a. die Fußballabteilung in eine schwere Krise:

Noch im November 2012 wurde Alfons Weusthof als neuer Trainer verpflichtet und die Saison wurde noch mit dem 6. Platz abgeschlossen. In den folgenden zwei Jahren wurden über 15 neue Spieler verpflichtet, die meist schon Landesliga bzw. sogar Regionalliga gespielt hatten. Zeitweise stand kein aus Haselünne stammender Spieler mehr auf dem Platz. Erfolge in Pokal und Liga konnten erreicht werden, jedoch wuchsen zunehmend die Zweifel an der Finanzierbarkeit der Mannschaft und des Trainers.

Im November 2013 trat Fußball-Koordinator Thomas Rensing aus privaten Grünen von seinem Amt zurück.

Ende 2014 bestätigten sich die Vermutungen, sodass der Geschäftsführer Fußball Norbert Ströer am 08. November 2014 von allen Aufgaben entbunden wurde. Im Dezember folgte der Abteilungsleiter Fußball, Georg Brümmer, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Im folgenden wurden die Spieler informiert, dass die von Ströer und Brümmer getroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten werden könnten, da der Verein sich in einer finanziellen sehr angespannten Lage befinde. Einige Spieler wechselten daraufhin, andere blieben noch bis zum Saisonende.

Im April 2015 wurden Ströer und Brümmer aus dem Haselünner Sportverein ausgeschlossen, da sie Rechtsgeschäfte getätigt hatten, zu denen sie nie befugt waren. Im September 2015 wurden zudem zivilrechtliche Schritte gegen ehemalige Spieler und Verantwortliche (s. Oben) eingeleitet. Einen Monat später wollte der Hauptvorstand die Mitglieder über die aktuelle Lage in einer Mitgliederversammlung informieren, was durch eine einstweilige Verfügung von Norbert Ströer eine Stunde vor Versammlungsbeginn verhindert wurde.

Diese Versammlung wurde im Januar 2016 nachgeholt, nachdem die einstweilige Verfügung aufgehoben wurde.

Hier ein Link zu allen wichtigen Informationen dieser Versammlung:

http://www.noz.de/lokales/haseluenne/artikel/661744/vergleich-erzielt-haselunner-sv-zahlt-210-000-euro

 

 Geschichte der 2. Mannschaft:

Es war immer das Schicksal der 2. & 3. Mannschaft (s. unten) im Schatten der 1. Mannschaft zu stehen und mit einer gewissen Ungewissheit leben zu müssen, welche Spieler am nächsten Wochenende in der „Ersten“ aushelfen müssen (daher auch die Bezeichnung Reservemannschaft). Die beiden Reserveteams waren auf der anderen Seite auch schon für viele Jugendspieler eine Art „Sprungbrett“ in die 1. Mannschaft und gaben oft Spielerfahrung. Auch die Kameradschaft und der Teamgeist stand der „Ersten“ in nichts nach.

Die faktische Gründung der „Zweiten“ lässt sich nicht mehr genau datieren. In den Nachkriegsjahren spielte die Mannschaft in der 2. Kreisklasse Meppen. 1957 folgte der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Im Vorjahr hatte Bernhard Esders das Traineramt übernommen.

Auch in den 70er-Jahren spielte man noch in der selben Liga. 1970 wurde Hans Langen (ehem. Spieler der 1. Mannschaft) neuer Trainer der 2. Mannschaft.

Anfang der 80er-Jahre stieg man leider in die 2. Kreisklasse ab. Bereits im Jahr 1984 wurde der Meistertitel gewonnen und es folgte der erneute Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Trainer war Hans Hellwig.

 

Meistermannschaft nach der Saison 1983/84 in der 2. Kreisklasse

Sieger des "Felix-Schnoor-Gedächtnispokals" 1986

 

In den 80er-Jahren waren zudem Bernd Leißing und Georg Brümmer als Trainer aktiv. 1993 wurde Norbert Zielsdorf Trainer, 1995 Helmut Brinkhaus.

Danach war Peter Masselink über 20 Jahre sehr engagiert als Trainer der Mannschaft aktiv.

Sein Nachfolger waren Andreas „Andy“ Frey und später Michael Kühnast.

Nach der Saison 2014/ 2015 musste die 2. Mannschaft leider komplett vom Spielbetrieb abgemeldet werden, da etliche Spieler in die 1. Mannschaft wechseln mussten. Es wurde ein personeller Umbruch in der „Ersten“ notwendig, da nach der Saison 2014/ 2015 alle Spieler den Verein verlassen haben.

Dort wird nun ein kompletter Neubeginn mit überwiegend aus Haselünne und Umgebung stammenden Spielern gestartet.

Zukünftig ist es jedoch Ziel der Fußballabteilung, die 2. Mannschaft ebenfalls wieder neu zu beleben und eine junge Mannschaft aufzubauen!